Dr. Stefan Fulst-Blei: Aktuelle Zahlen sind alles andere als ein Ruhmesblatt für Kultusministerin

Veröffentlicht am 13.09.2019 in Landespolitik

Dr. Stefan Fulst-Blei, stellvertretender Vorsitzender und bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, kommentiert die Ergebnisse der vierten Vollerhebung zum Unterrichtsausfall an allen öffentlichen Schulen: „Auch die aktuellen Zahlen sind alles andere als ein Ruhmesblatt für Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann. Es fällt weiterhin zu viel Unterricht an unseren Schulen aus. Eisenmann bleibt bei der Unterrichtsversorgung weiter unter Druck und muss im neuen Doppelhaushalt wirksame Gegenmaßnahmen durchsetzen. Die SPD bekräftigt ihre Forderung nach einem Ausbau der Krankheitsreserve um mindestens 20 Prozent auf 2.000 Lehrkräfte, zumal Krankheit der häufigste Ausfallgrund ist."

"Hinzukommen muss die Aufstockung des Entlastungskontingents und die Entfristung von Lehrkräften in der Sprachförderung. All diese Maßnahmen könnten unmittelbar umgesetzt werden, da viele Gymnasiallehrkräfte eine Stelle suchen. Die Situation gerade an den Gymnasien und an den beruflichen Schulen könnte deutlich verbessert werden, weil arbeitslose Lehrkräfte dafür Gewehr bei Fuß stehen. Die scheinbar guten Daten für die Grundschulen spiegeln die dortige Realität nicht im Ansatz wider. Der Lehrkräftemangel ist gerade an den Grundschulen besonders akut. Dass ein Kind in der Schule ist, heißt noch lange nicht, dass auch Unterricht stattfindet. Die Amtszeit von Kultusministerin Eisenmann wird daran gemessen werden, ob es ihr gelingt, mit ausreichend Lehrkräften für eine gute Unterrichtsversorgung in allen Schularten zu sorgen. Bislang hat sie bei dieser zentralen Herausforderung nicht wirklich geliefert. Damit unsere Kinder auch qualitativ hochwertigen Fachunterricht bekommen, muss er zunächst einmal stattfinden.“

 

 

       

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