Fulst-Blei: „Den Lehrkräften Lustlosigkeit vorzuwerfen und ihnen mit der Schulaufsicht zu drohen, ist unangemessen“

Veröffentlicht am 20.05.2019 in Landtagsfraktion

Der bildungspolitische Sprecher und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Dr. Stefan Fulst-Blei zur Notwendigkeit der Wiederholung von Abiturprüfungen im Fach Gemeinschaftskunde:

„Die Panne ist besonders für die Schülerinnen und Schüler ärgerlich, die letzte Woche ihre vermeintlich letzte Abiturprüfung gefeiert haben und nun nochmal ran müssen. Es ist nur fair, dass ihnen die Möglichkeit einer Wiederholung eingeräumt wird. Eigentlich darf so etwas aber nicht passieren. Dass Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann sofort mit dem Finger auf andere – hier die Lehrerinnen und Lehrer - zeigt, ist typisch und überrascht leider keinen mehr. Den Lehrkräften dabei allerdings Lustlosigkeit oder gar Mutwilligkeit vorzuwerfen und ihnen mit der Schulaufsicht zu drohen, ist jedoch völlig unangemessen. Wenn 65 Prozent der Gymnasien den Begriff ‚Kategorienmodell‘ nicht eingeführt haben, ist der Bildungsplan an dieser Stelle unklar oder überholt. Die Kritik an der Begrifflichkeit war der Schulverwaltung nach Angaben der Gewerkschaften auch bereits vor den Abiturprüfungen bekannt. Es würde allen Lehrkräften gerade in stressigen Prüfungszeiten gut tun, zur Abwechslung mal die Anerkennung und Wertschätzung ihrer Dienstherrin spüren zu lassen, statt ständig von dieser unter Beschuss genommen zu werden. An dieser Stelle wäre eine ruhige und sachliche Ursachenforschung angesagt gewesen und nicht Lehrerbashing.“

 

 

       

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