Fulst-Blei (SPD) fordert schnelle Lösung für Kälteproblem im Klassenzimmer

Veröffentlicht am 22.10.2020 in Pressemitteilungen

Seitdem die Temperaturen gesunken sind, stellt die pandemiebedingte Anforderung nach regelmäßigem und langem Lüften in Klassenzimmern die Schulen und Lehrkräfte vor eine riesige Herausforderung. Dr. Stefan Fulst-Blei, bildungspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion erklärt dazu:

"Kinder und Lehrkräfte halten sich den ganzen Tag in teilweise völlig unterkühlten Zimmern auf. Schülerinnen und Schüler werden aufgefordert, Decken mitzubringen, um sich warmzuhalten. Auch für Lehrkräfte ist die Situation körperlich extrem belastend. Eine Erkältungswelle ist in vollem Gange, mit entsprechend hohen Krankheitsständen. Diese Rückmeldungen haben mich diese Woche von zahlreichen Schulen erreicht. Ich muss kritisch fragen: Hat die Kultusministerin dies erneut nicht rechtzeitig gesehen? Es ist ja schließlich seit März bekannt, dass die Temperaturen im Herbst und Winter kalt sind.

Ich erwarte vom Land, dass es schnell und entschlossen alle technischen Alternativen auslotet, um den Unterricht mit einem vertretbaren Risiko zu ermöglichen. Die Kommunen brauchen hier eine zentrale Unterstützung. Es gibt technische Möglichkeiten, um einen schnellen Luftaustausch oder eine Luftfilterung zu gewährleisten, die jetzt alle sehr schnell und ernsthaft geprüft und ggf. ausgerollt werden müssen.

Die Maskenpflicht im Unterricht wird bei der aktuellen Pandemielage nicht zu vermeiden sein. Aber: Die jetzige Situation, den Unterricht in dauerhaft unterkühlten Räumen abzuhalten, halte ich bis Mai nicht für tragbar. Wir dürfen nicht auf breiter Ebene Erkrankungen durch COVID-19 ersetzen durch massive Erkältungen samt Ausfallzeiten von Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern. Nach dem Krieg mussten Schulkinder Kohle in die Schule bringen, heute sollen es Decken sein? Das kann nicht der Ansatz im 21. Jahrhundert sein."

 

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