Am Mittwoch begrüßten Frank Mentrup, Helen Heberer und ich den anerkannten Reformpädagogen Otto Herz hier in Mannheim
Am Mittwoch begrüßten Frank Mentrup, Helen Heberer und ich den anerkannten Reformpädagogen Otto Herz hier in Mannheim
Zuerst besuchten wir gemeinsam die interkulturelle Waldorfschule in der Neckarstadt. Dort informierten wir uns über die Geschichte und das Lehrkonzept der Institution. Danach stellte der in Weinheim geborene Herz, der mehrere Jahre dem Bundesvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft angehörte, im Saal des jüdischen Gemeindezentrums seine Gedanken zur idealen Schule vor. Dabei zeigte er überzeugend, wie wichtig ein langes, gemeinsames Lernen von Kindern ist, damit sie sich entsprechend ihrer Fähigkeiten entwickeln können. Es ist mir unverständlich, wie sehr sich die CDU immer noch gegen die Erkenntnisse der modernen Pädagogik wehrt. Zudem verdeutlichte Herz die Ungerechtigkeiten des gegenwärtigen Bildungssystem in Deutschland. Denn 2009 besuchte Professor Vernor Muñoz, der UN-Berichterstatter für das Recht auf Bildung, die Bundesrepublik. Er stellte damals fest, dass besonders Arme, Behinderte und Kinder von Migranten im eigentlich viergliedrigen Schulsystem systematisch ausgegrenzt und benachteiligt werden. Gerade hierbei hält Baden-Württemberg bundesweit eine Spitzenposition. Dieses ungerechte System muss sich meiner Ansicht nach schnellstmöglich ändern. Daher ist es notwendig, dass die gegenwärtige Landesregierung am 27. März endlich abgewählt wird.