Rumänischer Schatz im Mannheimer Norden: Die Kirche „Auferstehung Christi“- Käfertal

Veröffentlicht am 07.12.2016 in Presse im Wahlkreis

Nicht nur von außen ist die rumänisch-orthodoxe Kirche in Mannheim Käfertal ein Blickfang, davon konnten sich interessierte Bürgerinnen und Bürger bei der im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Schätze im Mannheimer Norden“, zu der der Mannheimer Landtagsabgeordnete Stefan Fulst-Blei (SPD) eingeladen hatte, überzeugen.

Pfarrer Ioan Popescu empfing die Besucher am reichverzierten Eingangsportal und führte in den lichtdurchfluteten Innenraum des Sakralbaus mit der wunderschöner Bemalung der Kuppelwölbung. Die Hauptkuppel, sowie das gesamte Kirchendach ist mit Ziegeln bedeckt - im Innern der Kirchenkuppel ist die himmlische Liturgie gemalt: Im Zentrum befindet sich Christus, umgeben von der Mutter Gottes, dem heiligen Johannes dem Täufer, den 9 Engelsschaaren und den 4 Evangelisten ( Matthäus, Markus, Lukas und Johannes). Es folgt die Malerei der 12 Apostel, welche die Kuppelszene vervollständigen wird. Im Innenraum gibt es keine Orgel und keine Kirchenbänke, nur 70 Stühle am Rand, die älteren Menschen und Menschen mit Gehbehinderung vorbehalten sind. Der Kirchenraum ist mit kostbaren Ikonen und Holzarbeiten aus Moldawien verziert.

In einem kurzweiligen Vortrag erzählte Pfarrer Popescu mit viel Humor über die Entstehung der Kirche „Auferstehung Christi“ und deren Archetektur in Mannheim Käfertal. Die prächtige kupferne Hauptkuppel erhebt sich in 14 Meter Höhe und krönt das 25 Meter lange und 16 Meter breite Gotteshaus mit seiner strahlend weißen Außenfassade. Die Kirche ist dem traditionellen byzantinischen Baustil der Kathedrale von Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, nachempfunden. Die Freskenmalereien sind noch nicht alle vollendet, da die Kirche keine Kirchensteuern erhält und auf Spenden angewiesen ist. „Wir bauen die Kirche Schritt für Schritt, bei der Kirchenmalerei handelt es sich nicht um eine klassische Freskenmalerei, sondern um eine Malerei auf Leinen, welche nach Anfertigung auf die Wände aufgetragen wird, sie werden von rumänischen Spezialisten klassisch byzantinisch weitergemalt, sobald wir genügend Spenden zusammen haben“, so Popescu.

Bei seinen Ausführungen kann man ihn sich gut in Schutzhelm und Bauarbeiterkleidung vorstellen und auch wie er mit seinen eigenen Händen die Kirche mitgebaut hat, um den Gläubigen einen Platz zu geben, den Glauben zu praktizieren und auch einen Ort der Begegnung zu finden. Die Kirche birgt 3 Häuser unter einem Dach und dient als Glaubens und Gemeinschaftszentrum. Im Keller, der zu Anfang für den Gottesdienst genutzt wurde, steht heute noch als Altar der Tisch von der Baustelle. Für Pfarrer Popescu war es wichtig seinen Gläubigen ein Haus zu bauen - und wenn es mit eigenen Händen ist. Stefan Fulst-Blei: „Die Kirche ist nicht nur von außen ein beeindruckendes Bauwerk, sondern auch ein Zeichen für das gelebte Miteinander verschiedener Kulturen in Mannheim. Ich freue mich auf weitere Besuche. Meinen herzlichen Dank an Pfarrer Ioan Popescu für die interessante Führung“.

 

 

       

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