Daniel Born: „Schulen sind Erfahrungsraum für unsere Demokratie – da darf es für Gewalt keinen Platz haben"

Veröffentlicht am 02.05.2018 in Pressemitteilungen

Die Anzeigen zu vermehrter Gewalt gegen Lehrkräfte, die eine forsa-Umfrage erneut zutage befördert, sind für SPD-Bildungsexperten Daniel Born ein klares Alarmsignal: „Schulen sind Erfahrungsraum für unsere Demokratie – da darf Gewalt keinen Platz haben und schon gar nicht zur Normalität werden.“ Es sei ein Denkzettel für Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann, dass sich die Hälfte der befragten Lehrkräfte und ein Drittel der Schulleitungen von ihrem Ministerium nur unzureichend unterstützt fühlen. „Die Betroffenen dürfen mit diesem Thema nicht alleine gelassen werden“, konstatiert Born und verlangt eine Politik des aktiven Hinschauens und eine neue Rückmeldekultur. Die forsa-Umfrage müsse dem Kultusministerium Anlass sein, selbst zu erfassen welche Form von Gewalt, in welchem Umfang und mit welchen Folgen an den Schulen verübt wird.

Es mangelt aus Sicht des SPD-Bildungsexperten nicht per se an Programmen zur Gewaltprävention und Interventionsmöglichkeiten, aber eine bessere Verzahnung sei angesichts der Situation an vielen Schulen offensichtlich notwendig. Entsprechend regt er einen offenen Dialog der Schulverwaltung mit Personalräten, Gewerkschaften und unter Einbindung der schulpsychologischen Dienste an. „Besonders wichtig ist, dass die Betroffenen niedrigschwellige Unterstützungsangebote kennen und wahrnehmen können“, fordert Born und benennt ein akutes Spannungsfeld: „Gewalt gegen Lehrkräfte ist auch deshalb ein Tabu-Thema, weil die Reputation der Schule scheinbar schnell auf dem Spiel steht. Das darf aber niemals bedeuten, dass die betroffenen Lehrkräfte alleine gelassen werden.“

 

 

       

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