SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Boris Weirauch und Dr. Stefan Fulst-Blei nach Gespräch mit der Geschäftsführung im Theresienkrankenhaus:
„Auch wenn die Barmherzigen Brüder weiter an der Schließung des TKH festhalten, ist es eine gute Nachricht, dass die betriebsbedingte Kündigung von Pflegekräften verhindert werden konnte“, erklären die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Boris Weirauch und Stefan Fulst-Blei nach einem Gespräch mit der Geschäftsführung des „Brüderklinikums Julia Lanz“ am Mittwoch. „Es muss jetzt weiter versucht werden, so viele Abteilungen wie möglich zu erhalten. Das betrifft insbesondere die Urologie und das Schlaflabor. Zudem darf es bei der Intensivmedizin keine Abstriche geben“, machen Weirauch und Fulst-Blei ihre Erwartungshaltung deutlich.
Nach dem Gespräch in konstruktiver Atmosphäre bleiben die beiden Sozialdemokraten jedoch weiter skeptisch, was die Verlagerung der TKH-Notaufnahme an das Diako betrifft: „Rettungskräfte und Patienten werden es merken, wenn eine leistungsstarke Notaufnahme in der Innenstadt wegfällt. Gesundheitsminister Lucha muss sich fragen lassen, ob er diese drohende negative Entwicklung wirklich ernst nimmt. Die Landesregierung ist hier in der Verpflichtung gegenüber der Mannheimer Bürgerschaft“. Fulst-Blei und Weirauch sparen auch darüber hinaus nicht mit Kritik am grünen Gesundheitsminister: „Die Landesregierung hat sich viel zu lange Zeit gelassen, um Leistungsgruppen zu definieren, damit Kliniken eine verlässliche Grundlage für notwendige Investitionen zu bekommen. Den Preis dafür zahlen jetzt Mitarbeiter und Patienten“.