Dr. Stefan Fulst-Blei, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und Abgeordneter für den Mannheimer Norden, äußert sich zum Statement des ZEBMA (Zusammenschluss der Elternbeiräte Mannheims) zur Einstellung der Hort-Frühbetreuung wie folgt:
„Die Sorgen der Mannheimer Eltern sind berechtigt. Die Kommunen stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand, sollen trotzdem den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung erfüllen und bekommen gleichzeitig vom Regierungspräsidium in Karlsruhe gesagt, dass die Betreuung der Kinder ohne Rechtsanspruch eine freiwillige Leistung sei. Für die Eltern ist dies eine toxische Suppe, die sie jetzt in ihrem Alltag auslöffeln sollen. Der Frust ist völlig nachvollziehbar – bei Eltern wie auch bei den kommunalen Entscheidungsträgern. Wer tatsächlich an der Misere etwas ändern könnte, ist die Landesregierung, indem sie sofort für das ganze Land einen einheitlichen Schulstart bis spätestens 8 Uhr festlegt, wohl wissend, dass auch diese Uhrzeit für einige Eltern zu spät ist. Vor allem aber muss das Land endlich die finanzielle Situation der Kommunen nachhaltig verbessern, damit diese nicht zu solch schwierigen Schritten gezwungen werden. So aber werden die Bemühungen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf und nicht zuletzt auch die Behebung des Fachkräftemangels nachhaltig beschädigt. Das Land muss endlich reagieren!“
Link zum Statement von ZEBMA