Der französische Konzern Alstom ist der Kraftwerks- und Turbinenbauer weltweit. Für Mannheim ist der Standort in Käfertal unverzichtbar.
Der französische Konzern Alstom ist der Kraftwerks- und Turbinenbauer weltweit. Für Mannheim ist der Standort in Käfertal unverzichtbar.
Wir haben dort einen starken Betriebsrat, der die Interessen der 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Gas- und Dampfturbinenherstellung vertritt. Deshalb traf die Mannheimer Kollegen auch der Schlag, als sie hörten, dass nun 400 Arbeitsplätze am deutschen Hauptsitz des Unternehmens in Mannheim abgebaut werden sollen. Als ehemaliger Gewerkschaftssekretär weiß ich, dass eine solche Nachricht alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ins Rückenmark trifft. Solidarität lindert die Verzweiflung.
Deshalb war es für mich ein wichtiges Signal, dass wir uns auf Einladung des Betriebsrates mit unserem SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel vor Ort über Lage informieren konnten. Gemeinsam mit den Betriebsräten diskutierten wir die Pläne des Konzerns zum Arbeitsplatzabbau. Alstom reagiert damit auch auf die von der schwarz-gelben Bundesregierung beschlossene Verlängerung der Laufzeiten für Atom-Kraftwerke, denn zahlreichen Unternehmen haben deshalb die geplanten Neubauten von Gas- und Kohlekraftwerken auf unbestimmte Zeit verschoben. Dadurch verhindert die schwarz-gelbe Regierungskoalition die Entwicklung zukunftsorientierter Technologien, wie die CO2-Abscheidung bei den Emissionen von Kohlekraftwerken. Dadurch gefährdet sie auch den Ausbau gut qualifizierte Arbeitsplätze in einer Industriesparte, die am internationalen Markt große Expansions- und Exportchancen hat. Diese kurzsichtige Interessenpolitik von Schwarz-Gelb muss baldmöglichst ein Ende finden. Spätenstens am 27. März 2011.