Gerhard Kleinböck: „Schulen müssen eigenständiger arbeiten können, um schulspezifische Herausforderungen zu meistern"

Veröffentlicht am 09.03.2018 in Landespolitik

SPD-Bildungsexperte Gerhard Kleinböck sieht sich bestätigt durch das Ergebnis der neuesten Forsa Studie zur Berufszufriedenheit von Schulleitungen: „Schulen müssen eigenständiger arbeiten können, um ihre schulspezifischen Herausforderungen zu meistern.“ 87 Prozent der Befragten hatten angegeben, dass politische Entscheidungen die Realitäten des Schulalltags nicht ausreichend berücksichtigen. Kleinböck folgert daraus, dass mehr Vertrauen in die Schulleitungen von oben und echter Gestaltungsspielraum nötig sind. Der gegenwärtige Kurs der Kultusministerin Eisenmann weise jedoch in genau die entgegengesetzte Richtung. „Mehr Kontrolle, mehr Zentralisierung und am liebsten Reinregieren bis ins Deutschheft – das hat mit echter Qualitätsentwicklung nichts zu tun“, so der ehemalige Schulleiter.

„Eine Verbesserung der Unterrichtsqualität ist nur möglich, wenn die Schulleitungen aktive Personalentwicklung betreiben können“, konstatiert Kleinböck und plädiert daher für mehr schulscharfe Ausschreibungen und Budgets für den Aufbau interner Fortbildungs- und Dialogstrukturen sowie die Zusammenstellung multiprofessioneller Teams. „Dass sich auch endlich die Besoldung der Schulleitungen verbessern muss, ist Konsens. Die grün-schwarze Landesregierung muss angesichts voller Kassen ein klares Zeichen setzen“, fordert der SPD-Bildungsexperte. Er kritisiert, dass das von Kultusministerin Eisenmann angekündigte Konzept zur Stärkung von Schulleitungen immer wieder vertagt werde und wichtige Verbände in die Erarbeitung nicht eingebunden seien.

 

 

       

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