Für Mannheim im Landtag

Dr. Stefan Fulst-Blei

Mittelstand 4.0

Veröffentlicht am 22.01.2016 in Pressemitteilungen

Chance und Herausforderung der Digitalisierung für den Mittelstand

Wandel durch Digitalisierung

Die Digitalisierung der Industrie, die auch als die vierte industrielle Revolution oder Industrie 4.0, beschrieben wird, verändert nicht nur die Produktion, sondern auch die Arbeitsprozesse, die Arbeitsinhalte sowie die Aus- und Weiterbildung. Zu dem Thema, welche Chancen und Herausforderungen die Digitalisierung für den Mittelstand darstellt, informierten und diskutierten Peter Hofelich MdL, Mittelstandsbeauftragter und Staatssekretär im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, Gabriele Katzmarek MdB, Manfred Schnabel, Präsident des Handelsverband Nordbaden und Dr. –Ing Gunther Kegel, CEO der Pepperl+Fuchs GmbH auf Einladung des Mannheimer Abgeordneten Dr. Stefan Fulst-Blei (SPD).

Peter Hofelich erklärte in seinem Eingangsstatement, dass die Digitalisierung nicht erst gestern begonnen habe. Mit Industrie 4.0 unterstützt die Landesregierung die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft. Technologietransfermanagern und Digital-Lotsen sollen kleinere Betriebe, vor allem im Handwerk, auf dem Weg in die digitale Zukunft begleiten. Kleinere und mittlere Unternehmen profitieren durch die Vernetzung. In Lernfabriken an beruflichen Schulen können Azubis und Arbeitnehmer die „Produktion der Zukunft“ kennenlernen. „Medienkompetenz – Informatik“ wird als Thema im Bildungsplan verankert.

„Die Digitale Entwicklung halten wir nicht auf. Es ist wichtig, dass die Arbeitsplätze in Deutschland bleiben. Der Maschinenbauer von heute wird künftig noch eine größere IT-Kompetenz benötigen“, so Gabriele Katzmarek MdB. Manfred Schnabel: „Es ist wichtig, faire Wettbewerbsbedingungen zwischen Online- und stationärem Handel herzustellen“. Dies gelte zum einen für die steuerliche Ungleichbehandlung von globalen Onlinehändlern und zum andern für Belastungen, die nur der örtliche Händler zu tragen habe. Der Handel sei für den digitalen Wandel gut aufgestellt und die öffentliche Hand sein nun gefordert, zeitgemäße einheitliche Rahmenbedingungen herzustellen.

„Digitalisierung ist wie die Schwerkraft, auch wenn man sie nicht mag, kann man sich ihr nicht entziehen.“, so Dr. Kegel. „Die Ausstattung der Schulen mit mehr Deputaten für Industrie 4.0 relevante Ausbildungsinhalte ist wichtig. Mehr junge Frauen in den Ingenieurstudiengängen sind angesichts des vor uns liegenden demographischen Wandels dringend erforderlich.“, sagte Kegel.

„Ausbildung ist ein wichtiger Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg, ganz besonders in mittelständischen Betrieben. In Baden-Württemberg werden 15 Lernfabriken entstehen, die das Land mit 6,5 Mio. Euro unterstützt“, so Dr. Fulst-Blei