SPD fordert zusätzliche Veterinärstellen, damit Aufdeckung von Tierquälerei nicht Zufall und Stern TV überlassen bleibt

Veröffentlicht am 16.02.2018 in Pressemitteilungen

Reinhold Gall: „Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass die staatliche Kontrolle beim Tierschutz auf Schlachthöfen nicht funktioniert“

Wegen verheerender Zustände im tierschutzwidrigen Umgang wurde die Schließung des Schlachthofes in Tauberbischofsheim angeordnet. Reinhold Gall, agrarpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, ist schockiert: „Nicht etwa eine Kontrolle durch das zuständige Veterinäramt, sondern die Nachforschungen von Stern TV und einer Tierschutzorganisation haben die Missstände auf dem Schlachthof aufgedeckt.“ Erst durch die entsprechende Berichterstattung und die Strafanzeigen von Mc Donald’s und Soko Tierschutz sei das Veterinäramt in Abstimmung mit dem baden-württembergischen Landwirtschaftsministerium aktiv geworden. „Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass die staatliche Kontrolle beim Tierschutz auf Schlachthöfen nicht funktioniert, da es schichtweg zu wenig Personal für diese wichtige Aufgabe gibt“, so Gall weiter. Aus seiner Sicht seien Missstände und Fehlverhalten wie in Tauberbischofsheim keine kurzzeitigen Ausrutscher, sondern sie könnten dann entstehen, wenn es quasi keine Kontrollen gibt. Der Fall auf dem Schlachthof in Tauberbischofsheim zeige, dass dringend zusätzliche Veterinärstellen geschaffen werden müssten. „Mir bleibt es unerklärlich, wie Grüne und CDU noch vor wenigen Wochen in den Haushaltsverhandlungen einen entsprechenden Antrag unserer Fraktion für mehr Stellen arrogant als völlig überflüssig bezeichnet und abgelehnt haben“, kritisiert Gall die Regierungsfraktionen. Nur mit mehr Stellen könne man wirksamer kontrollieren.

 

 

       

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