SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Stoch kritisiert die rückwärtsgewandte Bildungspolitik in Baden-Württemberg

Veröffentlicht am 04.12.2019 in Landespolitik

SPD-Fraktionsvorsitzender zu den jüngsten PISA-Ergebnissen: „Es funktioniert nicht, mit bildungspolitischen Rezepten von vorgestern die Herausforderungen der nächsten Jahre anzugehen“

"Es zeigt sich einmal mehr, dass die rückwärtsgewandte Bildungspolitik von Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann nicht geeignet ist, die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft zu lösen. Gerade in Baden-Württemberg ist immer noch die soziale Herkunft eines Kindes entscheidend für den Bildungserfolg, was von der OECD ja auch besonders kritisiert wird. Es muss unser aller Ziel sein, dass der Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen allein von deren Fähigkeiten und nicht von deren Herkunft abhängt. Insbesondere der Befund, dass Kinder mit Migrationshintergrund deutlich schlechtere Ergebnisse erzielen, zeigt doch, dass wir hier mehr Wert auf individuelle Förderung und die Unterstützung der Sprachkompetenzen legen müssen.

Deutschland und vor allem Baden-Württemberg ist schon längst ein Einwanderungsland. Wir haben aber kein Bildungssystem, das diesen Herausforderungen gerecht wird. Dies beginnt bereits in der frühkindlichen Bildung, in die das Land viel mehr investieren muss als bisher, so zum Beispiel, indem man Zugangshindernisse wie Kindergartengebühren abschafft. Auch der Ausbau von rhythmisierten Ganztagsschulen ist ein Mittel, um für mehr Bildungsgerechtigkeit zu sorgen. Leider ist Kultusministerien Eisenmann aber weiterhin auf dem Weg zurück ins letzte Jahrhundert, wenn sie Ganztagsschulen schwächt und vor allem schlichte Betreuungsangebote in Schulen fördert.

Solange Grün-Schwarz und Eisenmann hier weiter auf der Bremse stehen, verbauen sie jungen Menschen aktiv Chancen, ihren Weg in der Bildung unabhängig von der eigenen Herkunft erfolgreich zu gestalten. Dies können wir uns in einem Land wie Baden-Württemberg nicht leisten, weil dies den jungen Menschen Wege in Ausbildung und Beruf verbauen kann und weil es schon jetzt für viele Unternehmen immer schwieriger wird, ausreichend Nachwuchskräfte zu finden. Insbesondere die CDU versucht aber nach wie vor, mit bildungspolitischen Rezepten von vorgestern die Herausforderungen der nächsten Jahre anzugehen. Das wird nicht funktionieren.“

 

 

       

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