Am 10. März 2014 besuchten die behindertenpolitische Sprecherin Sabine Wölfle und der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion Dr. Stefan Fulst-Blei das MARKTHAUS in Mannheim.
Am 10. März 2014 besuchten die behindertenpolitische Sprecherin Sabine Wölfle und der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion Dr. Stefan Fulst-Blei das MARKTHAUS in Mannheim.
Die MARKTHAUS Mannheim gGmbH ist mit derzeit 50 schwerbehinderten von 118 festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer der größten Integrationsbetriebe in der Region. Innerhalb von 17 Jahren hat sich das MARKTHAUS zu einem erfolgreichen, expansiven Handels- und Dienstleistungsunter-nehmen entwickelt, das regional bestens verankert und vernetzt ist. Neben dem Betrieb eines großen Secondhand-Kaufhauses in Mannheim-Neckarau und einem City-Laden in der Mannheimer Innenstadt ist es gelungen, mit „MARKTHAUS Lebensmittel“ eine zwei-te Unternehmenslinie mit mittlerweile fünf Lebensmittelmärkten erfolgreich in der Region zu etablieren. Der Geschäftsführer Thomas Weichert stellte die Struktur und die Entwicklung des In-tegrationsbetriebes dar. Im anschließenden Gespräch tauschte man sich über die beruf-liche Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen aus. Herr Weichert wies darauf hin, dass alleine in den letzten zwei Jahren 19 Menschen mit Lern- bzw. geistigen Be-hinderungen erfolgreich in das MARKTHAUS integriert wurden. „Leider sind die Mittel der Ausgleichabgabe hierfür jedoch oftmals nicht ausreichend“, fügte Weichert hinzu. Es bestand Einigkeit darüber, dass zusätzliche Mittel aus der Eingliederungshilfe für eine nachhaltige Integration von besonders beeinträchtigten Menschen notwendig sind. Ferner diskutierte man über die Einführung einer standardisierten Qualifizierungsbescheinigung für Menschen mit Behinderungen, da sie selten Qualifikationsnachweise oder Arbeitszeugnisse vorweisen können. Sabine Wölfle und Dr. Stefan Fulst-Blei zeigten sich beeindruckt von der Arbeit des größten Mannheimer Integrationsbetriebes. Sabine Wölfle liegen die Integrationsbetriebe besonders am Herzen: „Wir brauchen mehr Zugänge in den ersten Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung und die Integ-rationsbetriebe sind hier hervorragend geeignet. Ich sehe da aber noch Potential auch beim Land stärker Aufträge an solche Betriebe zu vergeben und habe deswegen bereits im Landtag angefragt, ob auch von dort aus künftig Angebote von Integrationsbetriebe berücksichtigt werden können.“