Die diskriminierenden Aussagen von Carsten Linnemann dürfen der Kultusministerin keine Orientierung sein

Veröffentlicht am 06.08.2019 in Landtagsfraktion

Daniel Born: „Die diskriminierenden Aussagen von Carsten Linnemann dürfen der Kultusministerin keine Orientierung sein, denn sie sind populistisch und schüren Ressentiments gegen zugewanderte Kinder“

Daniel Born, Sprecher für Grundschulen der SPD-Landtagsfraktion, kritisiert den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU im Bundestag, Carsten Linnemann, scharf für seine Aussagen, Kinder ohne Deutschkenntnisse hätten in der Grundschule nichts zu suchen: „Statt Kinder mit schlechten Deutschkenntnissen von der Schule fernzuhalten, müssen wir die Schulen fit machen für deren Förderung". Derzeit fehlen den Grundschulen dazu häufig die Ressourcen. Aber dies darf kein Anlass zur Ausgrenzung der zugewanderten Kinder sein. Im Gegenteil: wir müssen hierin unseren politischen Auftrag erkennen und ein Schulsystem aufbauen, das zu einem weltoffenen Deutschland im Jahr 2019 passt."

Für Baden-Württemberg als Flächenland mit dem höchsten Anteil an Kindern mit Migrations-hintergrund heißt das konkret: feste Strukturen für die Sprachförderung, mehr Poolstunden zur Vertiefung und Übung und landesweite Programme wie ‚Lesen macht stark‘ ab der ersten Klasse. Beginnen muss die Förderung bereits in der Kita, damit die Kinder nicht schon bei der Einschulung hinterher hinken. Und dazu gehört auch eine entsprechende Erleichterung im Zugang zur Kita mit der von der SPD geforderten Gebührenfreiheit. Beim Thema Sprachförderung kann und muss CDU-Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann im Land auf jeden Fall noch eine ordentliche Schippe drauflegen.

Die diskriminierenden Aussagen ihres Parteifreundes Carsten Linnemann dürfen ihr keine Orientierung sein, denn sie sind populistisch und schüren Ressentiments gegen zugewanderte Kinder. Während er vorgibt, mit seinem Vorstoß die Entstehung von Parallelgesellschaften vermeiden zu wollen, legt er mit seiner Forderung nach Separation selbst den Grundstein dafür.“

 

 

       

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