Kultusministerin Eisenmann ignoriert die Fakten und wirft ihre eigenen Qualitätsstandards gleich mit über Bord

Veröffentlicht am 05.08.2019 in Landtagsfraktion

Der bildungspolitische Sprecher und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Dr. Stefan Fulst-Blei kritisiert die Bestrebungen der Kultusministerin, die Kriterien für den Erhalt kleiner Haupt- und Werkrealschulen aufzuweichen: „Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann ist schon wieder auf Stimmenfang und hofft, dass ihr mit der angekündigten nächsten Rettungsrunde für die Hauptschulen ein paar zusätzliche Wähler ins Netz gehen. 

Ihr Plan, die Regelungen für die regionale Schulentwicklung bei den Hauptschulen auszuhebeln, ist fachlich völlig sinnbefreit. Die Kommunen verweisen zu Recht darauf, dass die bestehenden Regelungen sinnvoll und praktikabel sind. Doch die Ministerin ignoriert die Fakten und wirft ihre eigenen Qualitätsstandards gleich mit über Bord. Zwar proklamiert sie immer wieder eine Qualitätsoffensive, aber statt in diesem Sinne für starke Standorte zu sorgen, strapaziert sie mit ihrem Vorschlag die bereits angespannte Versorgungslage und damit guten Unterricht in ländlichen Regionen weiter. Kommunen brauchen Planungssicherheit, was mit dem Instrument der regionalen Schulentwicklung gewährleistet wird. Will sie den Schülerinnen und Schülern, die einen Hauptschulabschluss machen wollen, etwas Gutes tun, muss sie die Realschulen im Umgang mit Heterogenität stärken und ihre Politik der Nadelstiche gegenüber der Gemeinschaftsschule endlich einstellen.“

 

 

       

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