Dr. Stefan Fulst-Blei: „Die SBBZs dürfen von der Landesregierung nicht schon wieder ignoriert werden“

Veröffentlicht am 20.04.2021 in Pressemitteilungen

Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Stefan Fulst-Blei, mahnt die Landesregierung die Bundesnotbremse auch für die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) für geistige sowie körperlich-motorische Entwicklung umzusetzen.

„Mit steigenden Inzidenzzahlen müssen weite Teile der Schullandschaft in Baden-Württemberg demnächst wieder schließen. Nur für die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) für geistige sowie körperlich-motorische Entwicklung gilt eine Ausnahme und das schon seit Anfang des Jahres. Die Landesregierung hat jetzt mit Einführung der Bundesnotbremse die gesichtswahrende Möglichkeit, diesen Fehler zu korrigieren und Lehrkräfte sowie die höchst vulnerable Schülerschaft auch dieser Schulart besser zu schützen. Sie muss auch die SBBZs schließen und auch dort eine Notbetreuung ermöglichen. Sollte die Bundesnotbremse das weitere Offen-Halten der SBBZ ermöglichen, darf die Landesregierung diese Karte nicht ziehen. Sie würde damit weiterhin die Erkenntnis ignorieren, dass die Schulen eben keine pandemiefreien Inseln der Seligen sind und die Heidelberg-Studie schon lange nicht mehr aktuell ist. Wenn die Inzidenzen in der Gesellschaft steigen, steigen sie auch in den Schulen und zwar in allen Schularten.“

Die neu in die SPD-Landtagsfraktion gewählte Abgeordnete, Katrin Steinhülb-Joos, bestätigt die schwierige Situation der Schulleitungen zwischen dem Wunsch die Schulen offen zu halten und dem Gesundheitsschutz gerecht zu werden. Für die SBBZs gelte der Gesundheitsschutz in gleicher Weise wie für alle anderen Schulen auch. Eine Schließung analog zu den Regelschulen sei unumgänglich, vorausgesetzt die Notbetreuung wird angeboten, meint Steinhülb-Joos, die bis jetzt Rektorin einer Gemeinschaftsschule (GMS) in Stuttgart war.

 

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