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Landtagsabgeordnete Fulst-Blei und Röderer (beide SPD) informieren sich vor Ort über Schulwege
„Dass hier noch nichts Schlimmes passiert ist, grenzt an ein Wunder!“, sagt ein Vater, der zur Aktion „Sicherer Schulweg“ am ersten Schultag nach den Sommerferien vor die Alfred-Delp-Schule gekommen ist. Der SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Fulst-Blei hatte zusammen mit dem verkehrspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Jan-Peter Röderer und dem SPD-Bezirksbeirat Peter Stegmeier vor Ort zum Austausch eingeladen. Kurz nach Schulschluss ist die Verkehrsdichte hoch. Fulst-Blei fällt direkt ein sogenanntes Eltern-Taxi auf, das kurz vor der Fußgängerampel scharf abbremsen muss, um noch ein Kinder über die Straße zu lassen, um dann mit Vollgas davon zu fahren. Insgesamt ist die Verkehrsführung an der Waldpforte gerade für Kinder mit Fahrrad eher schwierig und unübersichtlich. „Besonders morgens, wenn viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto in die Schule bringen“, berichtet Schulleiter Eike Bauer, der selbst vorbeikommt und sich für den Blick auf die Situation vor Ort bedankt. Konrektorin Carmen Kocer bestätigt, dass es besonders gefährlich sei, wenn einige Eltern mit teils rücksichtsloser Fahrweise die Kinder am liebsten bis ins Schulgebäude hineinfahren würden, manchmal noch nicht mal angeschnallt.
„Es ist mehr als erfreulich, dass sich Baden-Württemberg im neuesten INSM-Bildungsmonitor verbessert hat“, erklärt Dr. Stefan Fulst-Blei, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion: „Aber gerade auch aus Sicht der Wirtschaft wird es klar: Es ist für den Wirtschaftsstandort schlicht nicht akzeptabel, dass Baden-Württemberg bei den Ganztagsangeboten weiter hinterherhinkt – und bei der Ganztagsbetreuung an Kitas sogar den bundesweit letzten Platz belegt. Im Südwesten fehlen rund 60.000 Kita-Plätze – was nicht nur ganz schlechte Auswirkungen auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat, sondern auch im Hinblick auf den Fachkräftemangel Gift für unser Land ist. Wir brauchen mehr Kita-Plätze, eine Fachkräfteoffensive für Kitas und mehr Ganztagsschulen.“
„Der Handlungsbedarf für das baden-württembergische Bildungssystem bleibt hoch“, sagt Dr. Stefan Fulst-Blei, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion: „Die SPD unterstützt daher die Idee eines Zwei-Säulen-Systems. Grün-Schwarz darf den Reformbedarf nicht länger ignorieren. Zwar hat die Landesregierung im Vorjahr nach großem Druck Reformschritte zugelassen, aber bei der Umsetzung lässt sie die Schulen oft im Stich – etwa bei der Wiedereinführung von G9 oder der Vorbereitung von neuen Fächern wie Informatik und Medienbildung. Hier bräuchte es gut vorbereitete Lehrpläne und ausreichend Fortbildungsangebote für Lehrkräfte – und genau da besteht Nachholbedarf. Und auch bei den Prüfungsformaten braucht es neue Ideen: Beispielsweise könnten fächerübergreifende Projekte mehr Gewicht bekommen.“
Ergänzend zu seinen Besuchen bei Veranstaltungen und Vereinen besucht der Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Fulst-Blei (SPD) regelmäßig die Vororte des Mannheimer Nordens, um dort mit den Bürgerinnen und Bürgern wortwörtlich vor der Haustür ins Gespräch zu kommen.
„Die jüngste Idee der Kultusministerin beweist, dass eine Landesregierung in der Not deutlich kreativer arbeiten kann, als es Grün-Schwarz all die langen Jahre zugeben wollte. Zugleich schafft sie aber eine Zweiklassengesellschaft“, sagt Dr. Stefan Fulst-Blei, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. „Erst diese Woche hat die Ministerin mir auf einen Abgeordnetenbrief hin mitgeteilt, dass es keine belastbare Rückkehrgarantie für Gymnasiallehrkräfte an anderen Schularten geben wird. Jetzt teilt sie laut ,Stuttgarter Zeitung´ mit, dass im Rahmen des 1440-Geisterstellen-Besetzungsprogrammes genau dies für diese Last-Minute-Einstellungen nun doch gelten soll. Das können alle anderen neu eingestellten Lehrkräfte nur als schlechten Scherz ansehen. So etwas spaltet auch Kollegien!“, so Fulst-Blei weiter.