Pressemitteilungen
Dr. Stefan Fulst-Blei: „Von mehr Kontrolle, mehr Hierarchie und mehr Bürokratie haben die Schulen erstmal gar nichts“
Daniel Born: „Scheindebatte fördert gesellschaftliche Spaltung und versucht, einen Teil der Tageseltern zu diskreditieren“
Zum Auftakt der Woche der beruflichen Bildung fordert SPD-Schulexperte Gerhard Kleinböck von der Landesregierung mehr als nur warme Worte für die beruflichen Schulen. Aktuelle Strichproben zeigen, dass der Unterrichtsausfall an beruflichen Schulen seit dem letzten Schuljahr um 20 Prozent gestiegen ist. „Angesichts dieser immer schlechter werdenden Versorgungslage im eigenen Land war der von Kultusministerin Susanne Eisenmann für ihre Kultusministerkonferenz-Präsidentschaft im Jahr 2017 selbst gesetzte Schwerpunkt der beruflichen Bildung nicht mehr als ein Treppenwitz“, resümiert Kleinböck kritisch. In der letzten Legislatur konnte das SPD-geführte Kultusministerium das strukturelle Defizit an den beruflichen Schulen noch halbieren. „Davon ist heute nicht mehr viel übrig geblieben“, stellt Kleinböck ernüchtert fest.
Aus Sicht des schulpolitischer Sprechers der SPD-Landtagsfraktion, Gerhard Kleinböck, fehlt es dem von den Grünen jetzt vorgelegten Konzept sowie den Ankündigungen von Kultusministerin Susanne Eisenmann zum Thema Schulleitungen an Visionen. „Auf dem Tisch liegen die Minimalanforderungen, aber wenn wir eine echte Qualitätsentwicklung an den Schulen wollen, müssen wir weiter denken“, fordert der ehemalige Schulleiter und konkretisiert: „Die Herausforderungen und Problemlagen an den Schulen sind inzwischen so vielseitig, dass die Schulleitungen multiprofessionelle Teams zusammenstellen können müssten.“
Nach Ansicht des stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Martin Rivoir lässt Verkehrsminister Hermann sämtliche Ambitionen bei seiner Elektrifizierungskonzeption vermissen. „Hermann präsentiert wieder einmal alten Wein in neuen Schläuchen, wenn er bis 2021 nur solche Projekte zur Elektrifizierung vorschlägt, die längst im Bau sind, wie die Südbahn oder die Schönbuchbahn“, kritisiert Rivoir das heute vorgestellte Konzept der Landesregierung.